Ein Team, acht Medaillen: Eindrucksvolles Comeback zur EM

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Die Beckenschwimmer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) meldeten sich bei den Europameisterschaften in Glasgow eindrucksvoll zurück und sicherten sich in der abschließenden Nationenwertung einen Platz unter den Top-Fünf. „Da wollen wir wieder hin, Glasgow war ein erster Schritt“, so Henning Lambertz, Chef-Bundestrainer Schwimmen im DSV.

Gleich zweimal klang bei den Siegerehrungen die deutsche Nationalhymne aus den Lautsprechern: Nach dem eindrucksvollen Sieg des Magdeburgers Florian Wellbrock mit neuem Deutschen Rekord von 14:36,15 Minuten über 1500 m Freistil und dem Triumph von Jacob Heidtmann (Elmshorn), Henning Mühlleitner (Neckarsulm), Reva Foos (Darmstadt) und Annika Bruhn (Neckarsulm) über 4×200 m Freistil Mixed. Das DSV-Quartett wuchs im Finale in 7:28,43 Minuten über sich hinaus und gewann völlig überraschend vor den favorisierten Teams aus Russland (7:29,37) und Großbritannien (7:29,72) die Goldmedaille.

Auch Silber gab es für die deutschen Schwimmer doppelt: Sarah Köhler (Frankfurt) musste sich in 15:57,85 Minuten über 1500 m Freistil (Deutscher Rekord) lediglich der Italienerin Simona Quadarella (15:51,61) geschlagen geben, Philip Heintz (Heidelberg) in 1:57,83 Minuten über 200 m Lagen dem Schweizer Jeremy Desplanches (1:57,04).

Hinzu kamen durch Wellbrock mit einem weiteren Deutschen Rekord von 7:45,60 Minuten über 800 m Freistil, Mühlleitner in 3:47,18 Minuten über 400 m Freistil sowie die Frauen-Staffel über 4×200 m Freistil (7:53,76) in der Besetzung Reva Foos, Isabel Gose (Heidelberg), Sarah Köhler und Annika Bruhn und das Männer-Lagen-Quartett (4×100 m, 3:33,52) mit Christian Diener (Potsdam), Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulm), Marius Kusch und Damian Wierling (beide Essen) noch vier Bronzemedaillen. Und es hätten noch mehr Medaillen sein können: Gleich sieben Mal belegten deutsche Schwimmer in Glasgow den undankbaren vierten Platz.

Mit sehr guten acht Medaillen (2/2/4) belegte das deutsche Beckenteam am Ende der Europameisterschaften Platz acht im Medaillenspiegel. Die Spitzenposition sicherte sich Russland (10/10/6) vor Großbritannien (9/7/8) und Italien (6/5/11). 33 Mal standen deutsche Schwimmer im Finale – bei der EM 2014 in Berlin waren es 24 Finalteilnahmen. Tendenz: steigend!

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