Zwei Olympia-Tickets für Wunram und Beck

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Der dritte Tag brachte für das deutsche Team in Korea mehrere richtig gute Platzierungen. So sicherten sich in einem äußerst harten Finish die zwei DSV-Freiwasserschwimmerinnen Finnia Wunram und Leonie Beck über die 10 Kilometer mit den Plätzen 8 und 9 jeweils ihr Ticket für die im nächsten Jahr in Tokio stattfindenden Olympischen Spiele. Und Wasserspringer Patrick Hausding sprang vom 1m-Brett im Finale zu einem hervorragenden fünften Platz.

Bei fast optimalen äußeren Bedingungen gingen heute zum ersten Mal die Freiwasserschwimmerinnen in das Hafenbecken von Yeosu. In einem atemraubenden Finale lagen am Ende die Plätze drei bis dreizehn nur insgesamt drei Sekunden auseinander. Während die Chinesin Xin Xin in 1:54:47,2 als neue Weltmeisterin anschlug, schaffte die US-Amerikanerin Haley Anderson in der Zeit von 1:54:48,1 Platz zwei, dahinter kam dann als glückliche Dritte von am Ende elf Kandidatinnen Rachele Bruni in 1:54:49,1 auf den Bronzerang. Nur 0,8 Sekunden dahinter hieß es dann am Ende für Finnia Wunrum Platz acht in 1:54:50,7, direkt dahinter landete Teamkollegin Leonie Beck in der Zeit von 1:54:51,0.

Teamchef Bernd Berkhahn: „Zwei Olympiatickets heute waren unser Traumziel und das haben wir geschafft! Und das war am Ende gar nicht so selbstverständlich, wie man meint, bei der Klasse und Dichte im Feld, zumal die amtierende Weltmeisterin nur auf den elften Platz gelandet war.“
Berkhan weiter: „Unsere Marschroute für Finnia ist voll aufgegangen. Da sie körperlich nicht so ausgeprägt ist wie die anderen, sollte sie schnell vom Start wegkommen und das hatte super geklappt. Im Verlauf des Rennens war dann natürlich die Frage, ob die Energie reicht. Und dann war beim Schlussspurt alles drin, das Feld war so dicht, das hätte auch schief gehen können.“

Bundestrainer Stefan Lurz: „Leonie Becks Rennen war ein Auf und Ab, sie hatte gut begonnen, dann wieder ein paar Plätze verloren. Die Verpflegung hatte gar nicht gut funktioniert, sie hatte nur einmal von dreimal etwas zu sich genommen. Deswegen bin ich jetzt umso glücklicher und zufriedener, dass sie und auch Finnia es für Olympia geschafft haben!“

Auch die Aktiven äußerten sich noch auf dem Ziel-Ponton im Hafenbecken glücklich, mussten sie zuvor doch noch über 15 Minuten lang zittern, da das offizielle Ergebnis und damit die entscheidende Olympia-Nachricht auf sich warten ließen.

Leonie Beck: „Ich bin sehr, sehr erleichtert. Wenn ich das nicht geschafft hätte, keine Ahnung, was dann gewesen wäre. Aber am Ende: Alles richtig gemacht!“

Finnia Wunram: „Meine Taktik ist richtig gut aufgegangen. Ich wollte vorne weg schwimmen, damit ich nicht zu hart kämpfen musste und das hat geklappt. Ich bin riesig froh, das Olympiaticket geschafft zu haben, jetzt kann ich befreit an die nächsten Starts herangehen.“

Dr. Alexander Beck, Teamarzt und zugleich Vater von Leonie: „Ich bin jetzt schon seit 2011 dabei, aber so ein hartes und spannendes Rennen in einem derart leistungsstarken Feld, das habe ich noch nie erlebt!“

Und auch Wasserspringer Patrick Hausding zeigte sich in seinem zweiten Finale wieder einmal von seiner besten Seite. Nach Platz vier am Vortag sprang heute im Finale der fünfte Platz heraus. Damit bestätigte er seine ausgesprochen gute Form und platzierte sich erneut in der Weltspitze ganz weit vorne.

Ebenso ins Finale sprangen die Synchron-Frauen vom 10-Meter-Turm: Für Christina Wassen und Tina Punzel reichten 264,48 Punkte, um sich als Zehnte zu platzieren. Dort konnten sie sich allerdings nicht mehr steigern und belegten mit 258,30 Punkten am Ende Platz zwölf.

Wasserspringen Wassen, Christina/Punzel, Tina 10m Turm Synchro 264,48 10 Für das Finale platziert
Wasserspringen Wassen, Christina/Punzel, Tina 10m Turm Synchro 258,30 12 Finale
Wasserspringen Hausding, Patrick 1m Brett Finale 405,05 5 Finale
Freiwasser Wunram, Finnia 10km 1:54:50,7 8 Olympia-Ticket
Freiwasser Beck, Leonie 10km 1:54:51,0 9 Olympia-Ticket

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